Umgang mit Enttäuschung, Wut, Trauer und Abschied in der Arbeit mit Geflüchteten

In der Arbeit mit geflüchteten Menschen wird man häufig mit belastenden Situationen und dramatischen Lebensereignissen konfrontiert. Durch veränderte Gesetzeslagen und Flüchtlinge aus „sicheren Herkunftsländern“ sehen sich Unterstützer häufiger in der Lage, dass die Beziehung zu Flüchtlingen durch ein wahrscheinliches Ende gekennzeichnet ist. Viele Helfer sind auch enttäuscht, wenn ihre Angebote für Flüchtlinge (z.B. Begegnungscafés oder Sprachkurse) nicht mehr so zahlreich besucht werden, wie noch vor 2 Jahren. Wenn sich nun manchmal Ernüchterung und Erschöpfung zeigen, wenn „die Luft raus ist“, dann lohnt es sich, einen Blick zurückzuwerfen, sich mit anderen über die bisherigen Erfahrungen auszutauschen und neue Ziele und Handlungsstrategien zu entwickeln.

In diesem Workshop besteht zum einen die Gelegenheit, sich Handwerkszeug anzueignen, um auch jene Flüchtlinge betreuen zu können, die nicht in Deutschland bleiben werden oder die sich im dauerhaften Provisorium zwischen negativen Bescheiden und Duldungen einrichten. Ausgehend von persönlichen Beispielen und Fragen der Teilnehmenden werden zum anderen Möglichkeiten zum Umgang mit enttäuschenden oder belastenden Situationen vorgestellt. Ebenso werden wichtige Aspekte der persönlichen Resilienz und der Selbstfürsorge thematisiert um Ansatzpunkte für die eigene Entlastung und zur Entwicklung von Klarheit und neuen Perspektiven aufzuzeigen.

Referentin: Stephanie Franzen, Heilpädagogin, Entspan-nungspädagogin und Traumapädagogin