Kath. Pfarrgemeinde Liebfrauen Solingen-Löhdorf

 

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LiebfrauenLiebfrauenDie Pfarrgemeinde Liebfrauen liegt im Südwesten Solingens im Stadtteil Aufderhöhe  und gehört zum Pfarrverband Solingen-West.

Zur Gemeinde zählen heute etwa 3000 Gläubige, da sie  – anders als landesweit üblich - in den letzten Jahren stark gewachsen ist. Dies ist dadurch bedingt, dass im Stadtteil Aufderhöhe viele große Neubaugebiete liegen. Für unsere Gemeinde bedeutet dies zur Zeit ein erfreuliches Wachsen unseres ohnehin recht lebendigen Gemeindelebens.

 

Zur Geschichte der  Pfarrei und der Kirche

Die vier Kirchengemeinden  des Pfarrverbandes West sind alle vier historisch miteinander verwandt und die Gemeinde Liebfrauen ist der jüngste Spross.

Mutterkirche der Gemeinden in Ohligs und Merscheid ist St. Katharina im heutigen  Solingen-Wald, damals Kirchspiel Wald, wozu auch die Gebiete der heutigen Stadtteile Ohligs und Merscheid gehörten.  Als zur Zeit  der industriellen Revolution  das heutige Ohligs (das damals noch Merscheid hieß)  zu einem Eisenbahnknotenpunkt wurde, entwickelte sich die dortige Bevölkerung stark, so dass die später selbstständigen Pfarrgemeinden in Merscheid und Ohligs (1885) von der Gemeinde  St. Katharina abgetrennt wurden.

Aus der Ohligser Gemeinde ist die Gemeinde Liebfrauen hervorgegangen. Etwa seit der Jahrhundertwende bemühten sich der Ohligser Pfarrer Joesten und die kath. Bewohner des Bezirks Neu-Löhdorf, ein Rektorat (eine nicht selbstständige Gemeinde)  zu errichten. Am 30. Juli 1910 konnte der Grundstein für eine Kirche gelegt werden (der Vorgängerbau unserer heutigen Kirche). Finanziell wurde der Bau durch eine Stiftung des deutschen Lourdes-Vereins und durch Mittel des Bonifatiusvereins ermöglicht. Der Bonifatius-Verein beteiligte sich, weil Solingen zu dieser Zeit noch Diaspora war, also Katholiken hier in einer evangelischen Gegend (cuius regio, eius religio) als  Minderheit lebten.

 

Weitere Daten zum Kirchbau:

 

20.08.1911 Kirchweih
15.05.1931 das Rektorat Löhdorf wird zur selbstständigen Rektoratspfarre erhoben

Die kirchlichen Gebäude litten  zunehmend unter Feuchtigkeit, ferner stieg die Zahl der Gläubigen, so dass  1958  die Planungen für eine neue Kirche, Pfarrhaus, Jugendheim und Wohnungen begannen.

Rohbau_LiebfrauenRohbau_Liebfrauen

 

 

Im Hintergrund die alte Löhdorfer Kirche.
Im Vordergrund entsteht die Südwand der
neuen Kirche mit den Öffnungen für die
Seitenkapellen.

 

 

 

 

 

24.12.1960 Benediktion (= Namensgebung ) der neuen Kirche und erste hl. Messe.
1963 Bau des Pfarrhauses und Einweihung des neuen Jugendheims. Weihe der vier Glocken, deren Geläut an das Geläut der ev. Kirche Uhlandstraße angepasst ist.
1973 Die Rektoratspfarrei wird zur kanonischen Pfarre erhoben.
08.06.1974 Pater Josef Neyens wird Pfarrer in Liebfrauen (bis 2007). 
09.09.1978  Verspätet nachgeholte  Konsekration (Weihe) der neuen Kirche
01.03.1982  Anbringung einer gotischen Holzmadonna im Chorraum
06.11.1994 Einweihung der neuen ‚richtigen’ Orgel

 

Zum Kirchengebäude

Die Kirche hat eine Länge von 40 Metern, eine Höhe von 11 Metern bis zur Balkendecke. Die linke Seitenwand ist durch 115 Fensterschlitze  gegliedert.  Die Kirche und der umgebende Gebäudekomplex  mit Atrium und  dem separat stehenden runden, ca. 30 m hohen Kirchturm (Campanile) haben ihre Vorbilder in der Gegend von Venedig und Ravenna, Italien.  Im 17. Jahrhundert wurden solche Kirchen im Klosterkirchenstil gebaut. 
  

Zum Namen von Kirche und Gemeinde
Die erste Löhdorfer Kirche und damit auch die Gemeinde hieß St. Mariä Empfängnis.  1904 feierte die kat. Kirche das 50jährige Jubiläum des Dogmas von der unbefleckten Empfängnis Mariens und die Marienverehrung erhielt starken Auftrieb. So wurden in den folgenden Jahren viele neugebaute Kirchen „Mariä Empfängnis“ genannt. In Solingen waren es gleich drei an der Zahl, in Merscheid, in Kohlsberg (Höhscheid)   und in Löhdorf. Den Neubau der Kirche nutze man dann zu einer Umbenennung in Liebfrauenkirche, um so die Verwechslungen etwas zu reduzieren.