Kath. Pfarrgemeinde St. Joseph, Solingen-Ohligs

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Kirche St. Joseph, OhligsKirche St. Joseph, OhligsWer von Köln oder Düsseldorf aus nach Solingen kommt, der sieht schon von weitem einen hohen und spitzen Kirchturm heraufragen: Es ist der Turm der katholischen Kirche in Solingen-Ohligs. Fast möchte man sagen, er ist zum Wahrzeichen für und von Ohligs geworden, überragt er doch die meisten Häuser und Gebäude dieses Stadtteils.

Doch das war nicht immer so:
Angefangen hatte es mit der Gemeinde St. Joseph in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Damals gehörten die Katholiken in unserem Raum zur Pfarrgemeinde St. Katharina in Wald. Das Kerngebiet unserer Gemeinde war die so genannte „Scharrenbergerheide“.

Am 27. Juni 1858 fand dann die feierliche Grundsteinlegung für die katholische Kirche zu Scharrenbergerheide statt.
Am 25. November 1862 -  konnte die Gemeinde, die damals aus nur 750 Gläubigen bestand, in ihre Kirche einziehen, die den hl. Joseph als Patron erhielt. Unter seinem besonderen Schutz und seiner Fürsprache sollte  sie fortan stehen.

Unsere erste, kleine, soeben fertig gestellte St. Joseph-Kirche und das daneben errichtete Pastorat (wird jetzt vom Caritas-Verband genutzt) waren noch nicht vom modernen Verkehr umflutet wie heute. Kirche und Pfarrhaus lagen - von Bäumen und einer großen Hecke umgeben - in einer ländlichen Umgebung. Das Ganze strahlte Ruhe und Frieden aus, so wie es allerorten damals war oder zumindest zu sein schien.

Da St. Joseph kirchenrechtlich noch keine selbständige Pfarrei war - sie unterstand der Kirchengemeinde und dem Kirchenvorstand von St. Katharina Wald, war sie in manchen Dingen - auch in ihrem sakramental-gottesdienstlichen Tun - immer noch von der Mutterpfarre in Wald abhängig.
1864 durften die Ohligser Katholiken bereits  in ihrer Kirche die Osterkommunion empfangen, was ja eigentlich in der Pfarrkirche, d. h. also in St. Katharina, hätte geschehen müssen.
Auch die Gottesdienste an den Kartagen durften ebenfalls in Ohligs gefeiert werden.

St Joseph um 1862St Joseph um 1862Doch inzwischen war die Gemeinde St. Joseph weiter gewachsen. 1871 zählte man bereits 1.293 Gläubige und 1883 waren es schon 2.263. Ein weiteres, schnelles Wachstum war vorauszusehen.

1885 beantragte die „Kapellengemeinde Scharrenbergerheide“ die Erhebung zur kanonischen, d. h. kirchenrechtlich offiziellen, selbständigen Pfarrei.

Am 27. Oktober 1887 stellte der damalige Kölner Erzbischof die Errichtungsurkunde für die Pfarrgemeinde Ohligs aus. Damit war die Gemeinde St. Joseph als selbständige; offizielle Kirchengemeinde geboren.

Bei den Festlichkeiten des Jahres 1888 war eindeutig klar geworden, dass die Kirche zu klein war.

Am 21.April 1891 wurde dann der Grundstein für eine neue Kirche gelegt. Die Deckplatte dieses Grundsteines wurde bei der Renovierung der Kirche 1987 wieder gefunden und befindet sich im Eingangsbereich der Kirche unterhalb der Orgelempore, wo sie in die Wand eingelassen ist.

Am 19. März 1893 wurde am Fest des Pfarr- und Kirchenpatrons, des hl. Joseph die neue, große St. Joseph-Kirche eingesegnet.

1894 konnte dann auch der Kirchturm vollendet werden; so dass im Juli dann erstmals das Geläute mehrerer Glocken vom Turm zu hören war.

Das Jahr 1962 stellte einen Höhepunkt im Leben und in der Geschichte der Pfarre St. Joseph dar. 100 Jahre waren vergangen, seit die Gemeinde St. Joseph am 25.11.1862 gegründet worden war, und gleichzeitig konnte sie auf 75 Jahre als offizielle, kanonische Kirchengemeinde, als Pfarrei, zurückblicken.